Landesamt für Archäologie Sachsen untersucht das Gelände des ehemaligen NS-Zwangsarbeiterlagers Mangold in Leipzig; ca. 600 Befunde dokumentiert.
Medienservice Sachsen - Pressemitteilung
LANDESAMT FÜR ARCHÄOLOGIE Seite 1 von 4 Medieninformation Landesamt für Archäologie Sachsen Ihre Ansprechpartnerin Dr. Cornelia Rupp Durchwahl Telefon +49 351 8926 603 info@lfa.sachsen.de* 30.04.2026 Archäologische Untersuchungen auf dem Gelände des ehemaligen NS-Zwangsarbeiterlagers »Mangold« in Leipzig Medieninformation zum Pressetermin am 30.04.2026 auf der Ausgrabung Am heutigen Tag fand ein Pressetermin auf der archäologischen Ausgrabung in der Diezmannstraße 12 in Leipzig Kleinzschocher statt. Das brach liegende Grundstück soll wieder bebaut werden. Im Vorfeld der geplanten Bebauung untersucht das Landesamt für Archäologie Sachsen (LfA) noch bis Mai 2026 die Fläche, denn hier befand sich ein unter der NS-Herrschaft im Oktober 1942 in Betrieb genommenes Lager für zivile Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter. Als Ansprechpartner standen zur Verfügung: Mirko Oehlert M.A., wissenschaftlicher Grabungsleiter (LfA) Dr. Saskia Kretschmer, Referatsleiterin (LfA) Dr. Michael Strobel, Referatsleiter Inventarisation/Dokumentation und Mitglied der Arbeitsgruppe »Stätten der NS-Zwangsarbeit in Sachsen« (LfA) Isabel Panek, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig Hintergrund Auf dem Areal befand sich ein unter der NS-Herrschaft im Oktober 1942 in Betrieb genommenes Lager für zivile Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus ganz Europa und der Sowjetunion. Sie mussten vor allem für die Firma Rudolf Sack arbeiten. Das im Jahr 1863 gegründete Unternehmen hatte seinen Sitz in Leipzig Plagwitz und produzierte als Landmaschinenfabrik zunächst Geräte für den Ackerbau. Hausanschrift: Landesamt für Archäologie Sachsen Zur Wetterwarte 7 01109 Dresden www.lfa.sachsen.de
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