Bundesregierung plant 89% der EU-Direktzahlungen für Deutschland 2027; 541 Millionen Euro würden nicht ausgezahlt
Bundesregierung darf 541 Millionen Euro Direktzahlungen nicht zurückhaltenUnterüberschrift: Bauernverband fordert vollständige Nutzung der Deutschland für 2027 zugewiesenen Direktzahlungsmittel
Bundesregierung darf 541 Millionen Euro Direktzahlungen nicht zurückhalten Unterüberschrift: Bauernverband fordert vollständige Nutzung der Deutschland für 2027 zugewiesenen Direktzahlungsmittel
Veröffentlicht am 10. August 2026 10. August 2026 Autor Agnes Wittmann
(DBV) Zu den Plänen des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH), die finanzielle Zuweisung für die Direktzahlungen im Jahr 2027 auf 89 Prozent der für Deutschland vorgesehenen Mittelzuweisung zu begrenzen, erklärt der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied: „Die Bundesregierung darf in der aktuellen wirtschaftlichen Lage der Landwirtschaft keinen einzigen verfügbaren Euro der Europäischen Agrarpolitik zurückhalten. Das ist ein inakzeptabler Vorschlag. Was der Landwirtschaft für 2027 an Direktzahlungen von der EU zugewiesen wurde, muss auch vollständig bei den Betrieben ankommen.“ Nach dem Auslaufen der bisherigen Umschichtung zwischen 1. Säule und 2. Säule sind für 2027 rund 4,916 Milliarden Euro an Direktzahlungen angemeldet. Das BMLEH will davon jedoch nur rund 4,375 Milliarden Euro einsetzen. Damit würden rund 541 Millionen Euro den Betrieben in der laufenden Förderperiode nicht ausgezahlt. Ein im Eilverfahren vorgelegter Gesetzesentwurf des BMLEH sieht eine Festlegung auf lediglich 89 Prozent der für Deutschland festgesetzten Mittelzuweisung vor.
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