VNL warnt vor Start ins neue Schuljahr in Niedersachsen; 79% der ausgeschriebenen 2000 Stellen besetzt
VNL zum Start ins neue Schuljahr
VNL zum Start ins neue Schuljahr
Schulen brauchen Personal, Verlässlichkeit und endlich Ruhe statt immer neuer Baustellen!
Der VNL – Verband Niedersächsischer Lehrkräfte blickt mit Sorge auf den Start des Schuljahres 2026
Von den zum Schulbeginn ausgeschriebenen rund 2000 Stellen konnten erst gut 79 Prozent besetzt werden. So wird die Unterrichtsversorgung wie in den vergangenen Jahren insbesondere an den nicht-gymnasialen Schulformen angespannt bleiben. Haupt-, Real-, Ober- und Förderschulen leiden weiterhin besonders unter fehlenden Lehrkräften. Die Folgen sind Unterrichtsausfall, Mehrarbeit und eine inzwischen vielerorts dauerhafte Mangelverwaltung. „Ein landesweiter Durchschnittswert sagt wenig darüber aus, wie es an der einzelnen Schule tatsächlich aussieht. Gerade an vielen Haupt-, Real- und Oberschulen wird der Stundenplan längst danach gebaut, welche Lehrkräfte überhaupt noch zur Verfügung stehen. Das darf kein Dauerzustand werden“, erklärt Torsten Neumann, Landesvorsitzender des VNL. Dabei fehlt es nicht nur an Lehrkräften. Die Herausforderungen an den Schulen werden größer. Konflikte, Gewalt, psychische Belastungen und schwierige soziale Situationen gehören zunehmend zum Schulalltag. Der neue Gewaltpräventionserlass kann Schulen mehr Handlungssicherheit geben. Er ersetzt aber kein zusätzliches Personal. Der VNL fordert deshalb einen konsequenten Ausbau multiprofessioneller Teams. Schulsozialarbeit, Schulpsychologie, pädagogische Fachkräfte und weitere Professionen müssen an allen Schulen verlässlich verfügbar sein. Neumann: „Ein Erlass führt kein Konfliktgespräch, begleitet kein schwieriges Kind und schützt keine Lehrkraft auf dem Schulhof. Dafür braucht Schule Menschen. Multiprofessionelle Teams dürfen nicht länger ein politisches Versprechen bleiben, sondern müssen endlich flächendeckend in allen Schulen ankommen.“
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