Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch warnt vor einer trügerischen Wahrnehmung der Situation in Sachsen; 60% der Pegel im Niedrigwasserbereich
Medienservice Sachsen - Pressemitteilung
Seite 1 von 2 Medieninformation Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft Ihre Ansprechpartnerin Corinna Saring Durchwahl Telefon +49 351 564 20040 Telefax +49 351 564 20007 presse@smul.sachsen.de* 28.07.2026 Umweltminister von Breitenbuch: »Der Regen täuscht – die Trockenheit bleibt« Die Niedrigwassersituation in Sachsen bleibt weiter angespannt. Nach Auswertung der aktuellen Pegelmessungen hat sich die Lage an zahlreichen Fließgewässern und Grundwasserkörpern im Freistaat sogar verschärft. Die örtlichen Niederschläge der vergangenen Tage reichten nicht aus, um die tiefgreifenden Folgen der langanhaltenden Trockenheit zu mildern. Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch warnt daher vor einer trügerischen Wahrnehmung der Situation: »Der Regen vom Wochenende täuscht über die tatsächliche Lage hinweg. Unseren Flüssen fehlt Wasser, und das auf historisch niedrigem Niveau. Das gilt auch für das Grundwasser. Wir müssen uns bewusst machen, dass die Dürre kein kurzfristiges Ereignis, sondern eine strukturelle Herausforderung ist. Deshalb müssen wir unser Land darauf vorbereiten – technisch, organisatorisch und gesellschaftlich.« Die wöchentliche Wasserhaushaltsanalyse des Sächsischen Landesamts für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) zeigt, dass 60 Prozent der ausgewerteten 150 Pegel im Niedrigwasserbereich liegen (Stand 28.07.). Rechnet man Pegel hinzu, deren Durchüsse nahe der Niedrigwassermarken liegen, betrifft es 85 Prozent aller Messstellen. Auch das Grundwasser bleibt stark unterdurchschnittlich: An 85 Prozent der 313 Messstellen wurde der monatstypische Grundwasserstand um mehr als 59 Zentimeter unterschritten – deutlich mehr als im Vorjahresmonat, in dem die Unterschreitung bei durchschnittlich 38 Zentimetern lag. Um die Wasserversorgung in Sachsen in Zeiten zunehmender Trockenheit langfristig zu gewährleisten, hat die Staatsregierung 2024 das Handlungsprogramm »Zukunft Wasser für Sachsen« gestartet. Es berücksichtigt sowohl Extremwetterereignisse wie Hochwasser, Starkregen und Dürre als auch den steigenden Wasserbedarf durch Industrie, Tourismus und die Bergbaufolgeregionen. Parallel erarbeitet das Umweltministerium ein Konzept zum Niedrigwasserrisikomanagement, das in diesem Jahr Hausanschrift: Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft Wilhelm-Buck-Straße 4 01097 Dresden https://www.smul.sachsen.de
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