Jutta Schnuphase verstorben Theater Erfurt; Ende Juni 2026 nach schwerer Krankheit
Jutta Schnuphase verstorben Theater Erfurt; Ende Juni 2026 nach schwerer Krankheit Wir nehmen Abschied von Jutta Schnuphase - Theater Erfurt Eine großartige Tänzerin hat die Bühne des Lebens für immer verlassen Jutta Schnuphase (geb. Kleinsteiber) war noch nicht volljährig, als sie im August 1974 direkt von der Palucca Hochschule für Tanz Dresden vom Theater Erfurt bzw. den „Städtischen Bühnen“ als Gruppentänzerin engagiert wurde. Den Arbeitsvertrag mussten damals ihre Eltern für sie unterschreiben. Es folgten 23 abwechslungsreiche Jahre als Balletttänzerin, in denen sie besonders gerne auch die zwiespältigen Rollen tanzte. Zu ihren Lieblingsstücken gehörten die Carmen-Suite (Carmen), Abraxas (Archisposa), Die Widerspenstigen Zähmung (Katharina) und Bolero . Sie liebte aber auch Operetten und Musicals wie die West Side Story in der sie 1986 zusammen mit Ks. Jörg Rathmann, der sein Debüt als „Baby John“ gab, auf der Bühne stand. „Das Herausragende an ihr war für mich ihre Fähigkeit, zerrissene und komplizierte Charaktere, wie Carmen und die widerspenstige Katharina mit ihrer ganz besonderen Ausstrahlung und Intensität unverwechselbar darzustellen“, sagt Christine Hedrich, die die Primaballerina damals als Teenagerin in all ihren großen Rollen sah. Später stand sie sogar einige Jahre gemeinsam mit ihr als Sängerin im Opernchor auf der Bühne. „Als Kollegin habe ich sie, auch als sie nicht mehr tanzte, genauso intensiv und mit unbedingter Verbundenheit zu unserem Haus erlebt. Sie arbeitete immer mit Herz und Humor und war nie verbissen“, erinnert sich Christine, die inzwischen im Besucherservice des Theaters Erfurt arbeitet. ...