USA Beschäftigung Juli in den Vereinigten Staaten 23.000 Stellen abgebaut; gegen Leitzinsanhebung durch FOMC
Macro Research News Flash 7. August 2026
USA: Die Beschäftigungssituation spricht gegen höhere Zinsen Veröffentlichung Aktuell Prognose NORD/LB Vormonat Neugeschaffene Stellen ex Agrar -23.000 100.000 20.000 Arbeitslosenquote 4,1% 4,3% 4,2% Durchschnittlicher Stundenlohn M/M 0,1% 0,3% 0,3%
Quelle: Bureau of Labor Statistics (BLS), NORD/LB Einschätzung
Die Beschäftigungssituation in den Vereinigten Staaten präsentiert sich im Juli ziemlich unfreundlich. In der Summe sind von der US-Wirtschaft 23.000 Stellen abgebaut worden. Auch die Revisionen an den Vormonatszahlen zeichnen eindeutig kein positives Bild. Die neuesten Daten des Personaldienstleisters Challenger, Gray & Christmas hatten bei einigen Beobachtern bereits größere Bedenken ausgelöst. Diese Sorgen haben sich nun als wohl ziemlich begründet erwiesen. Eine Schwalbe macht aber natürlich noch keinen Sommer. Die im Rahmen einer separaten Umfrage errechnete Arbeitslosenquote verringerte sich immerhin leicht auf einen Wert von 4,1%. Der genaue Blick auf die Details der aktuellen Zahlen zum Stellenabbau in den Vereinigten Staaten zeigt einen Personalaufbau in der Privatwirtschaft von lediglich 30.000 Personen. Im Dienstleistungssektor sind dabei nur 5.000 zusätzliche Jobs entstanden. Die schwachen Zahlen zur Beschäftigungskomponente des ISM Services PMI hatten jüngst gewisse Sorgen ausgelöst, die sich nun eher zu bewahrheiten scheinen. Das verarbeitende Gewerbe konnte im Berichtsmonat Juli ebenfalls 5.000 zusätzliche Personen einstellen. Der freundliche Employment-Index des ISM Manufacturing PMI hat an dieser Stelle vielleicht sogar noch auf etwas mehr Dynamik hoffen lassen. Staatliche Stellen haben am aktuellen Rand in der Summe 53.000 Beschäftigungsverhältnisse abgebaut. Die durchschnittlichen Stundenlöhne legten im Juli nur um 0,1% M/M zu. Die Jahresrate dieser Zeitreihe notiert damit bei einem Wert von 3,2%. Angesichts der jüngsten Zahlen zur Entwicklung der Lohnstückkosten stellen diese Entwicklungen eindeutig kein Problem für die US-Notenbank dar; für die Finanzsituation der privaten Haushalte wäre ein etwas höheres Lohnwachstum dagegen in jedem Fall hilfreich gewesen. Noch sollte es an dieser Stelle zu keinen Problemen kommen. Man wird nun aber mit ganz besonderem Interesse auf die Zahlen zur Entwicklung der Einzelhandelsumsätze zu blicken haben. Diese Daten stehen in der nächsten Woche zur Meldung an. Vor allem die Absatzzahlen in den Autohäusern könnten zu einem Belastungsfaktor werden.
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