Hells Angels Großrazzia in NRW; 1.200 Einsatzkräfte durchsuchen 50 Objekte in 28 Städten
Großrazzia gegen Hells Angels in NRW - RADIO RST
Anzeige Anzeige Anzeige Anzeige © José Narciandi © José Narciandi NRW-Innenminister Reul erläutert im Düsseldorfer Landtag die Einzelheiten zur Großrazzia gegen die Hells Angels Teilen: open_in_new Großrazzia gegen Hells Angels in NRW 1.200 Polizisten durchsuchen dutzende Objekte im ganzen Land. Innenminister Reul spricht von einem gezielten Schlag gegen organisierte Kriminalität. Veröffentlicht: Dienstag, 28.04.2026 09:26 Anzeige Unser Interview mit Innenminister Reul Anzeige Im Interview mit José Narciandi, dem Leiter unseres Landtagsstudios, erläutert NRW-Innenminister Herbert Reul einige Einzelheiten zur Großrazzia gegen die Hells Angels. Anzeige play_circle play_circle José Narciandi Interview NRW-Innenminister Reul play_circle Abspielen Anzeige Einsatz in 28 Städten Anzeige Seit den frühen Morgenstunden läuft in Nordrhein-Westfalen eine großangelegte Razzia gegen die Rockergruppe Hells Angels. Rund 1.200 Einsatzkräfte durchsuchten mehr als 50 Objekte in insgesamt 28 Städten. Schwerpunkte lagen unter anderem in Leverkusen, Köln und Dortmund. Auch Spezialeinsatzkräfte waren beteiligt. Anzeige Verbotenes Chapter im Fokus Anzeige Im Zentrum der Ermittlungen stand ein neu gegründetes Chapter in Leverkusen, das bereits vor der Razzia verboten worden war. Laut Innenminister Herbert Reul hatten Hinweise auf organisierte Kriminalität zu den Ermittlungen geführt: „Wir sind dann auf dieses Chapter in Leverkusen gestoßen. Damit ist dieses Chapter verboten worden.“ Anzeige Festnahme und viele Beschuldigte Anzeige Insgesamt richten sich die Maßnahmen gegen 44 Beschuldigte im Alter von 21 bis 59 Jahren. Der Präsident des Leverkusener Ablegers wurde festgenommen, gegen ihn liegt ein Haftbefehl vor. Die Ermittler gehen unter anderem dem Verdacht der Bildung einer kriminellen Vereinigung und räuberischer Erpressung nach. Anzeige Millionenwerte und Beweise gesichert Anzeige Bei den Durchsuchungen konnten Vermögenswerte von bis zu 2,5 Millionen Euro sichergestellt werden. Außerdem fanden die Beamten Waffen und Hinweise auf Drogenkriminalität. Reul betonte im Interview mit uns die Bedeutung solcher Maßnahmen: „Wenn man verbietet, muss man sich die Strukturen und alle möglichen Beteiligten näher anschauen.“ Anzeige Reul: Schlag gegen organisierte Kriminalität Anzeige Nach Angaben des Innenministers geht es bei den Ermittlungen unter anderem um Drogenhandel, das Türstehermilieu und gewaltsame Konflikte. Ziel sei es, kriminelle Strukturen nachhaltig zu zerschlagen. „Das Verbot ist eine Chance: erstens eine Struktur zu zerschlagen (…) auch, um kriminelle Täter ausfindig zu machen und dann Strafverfahren in Gang zu setzen.“ Anzeige © José Narciandi © José Narciandi NRW-Innenminister Herbert Reul erläutert im Landtag die Einzelheiten zur Großrazzia gegen die Hells Angels Anzeige Das Interview mit Herbert Reul zum Nachlesen Anzeige Narciandi: Herr Minister, es gab heute zahlreiche Razzien quer durch NRW. Ein großer Schwerpunkt war Leverkusen. Was war denn der konkrete Ermittlungsanlass für diese Razzien? Reul: Wir hatten Hinweise auf organisierte Kriminalität, die wurden erfragt, erforscht. Wir sind dann auf dieses Chapter in Leverkusen gestoßen. Damit ist dann dieses Chapter verboten worden. Und in der Konsequenz - wenn man verbietet, muss man jetzt auch alle Strukturen und alle möglichen Beteiligten sich näher anschauen. Das waren die Durchsuchungsbeschlüsse, und das muss dann auf einen Schlag passieren, weil man ansonsten keine Chance hat, alles sicherzustellen. Jetzt muss man abwarten, was dabei rauskommt und wie viele Beweise man bekommt. Das kann auch ein paar Tage dauern. Narciandi: Es gibt Hinweise darauf, dass dieses Chapter in Leverkusen noch ganz jung war, frisch gegründet. Wie sinnvoll sind denn Verbote einzelner Chapter, wenn es immer wieder Neugründungen gibt? Reul: Es ist trotzdem wichtig - wenn sie nichts tun, gehen die munter weiter. Das Verbot ist eine Chance: erstens eine Struktur zu zerschlagen, zweitens an Vermögen zu kommen, drittens denen die Arbeit für die Zukunft unmöglich oder schwer zu machen und viertens natürlich auch, um kriminelle Täter ausfindig zu machen und dann Strafverfahren in Gang zu setzen. Narciandi: Leverkusen war eine Neugründung. Man kann den Eindruck bekommen, dass sich da in der jüngsten Vergangenheit immer mehr tut. Was sind denn die Erkenntnisse aus dem Ministerium? Reul: Wir haben nur die Erkenntnisse, dass hier eine Neugründung entstanden ist - offensichtlich schon mit vorbereitender Tätigkeit, Interesse an organisierter Kriminalität. Und damit haben wir dann zugeschlagen. Narciandi: Organisierte Kriminalität ist ein recht weiter Begriff. Gab es bestimmte Konzentrationen auf bestimmte Bereiche? Reul: Schutzgelderpressung, Drogenhandel und auch Produktion, Auseinandersetzungen zwischen Gruppen auf der Straße und einiges andere mehr. Anzeige Stand: 28.04.2026, 12:00 Uhr Anzeige Anzeige Anzeige
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