Sven Störtenbecker (HAW Hamburg) erklärt Multirotor-Windanlagen in Hamburg; Kostensenkung durch Serienfertigung.
Sven Störtenbecker (HAW Hamburg) erklärt Multirotor-Windanlagen in Hamburg; Kostensenkung durch Serienfertigung. Hoffnungsträger Multirotoren-Windanlagen - Erneuerbare Energien Hamburg | EEHH Im Interview erläutert Sven Störtenbecker, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der HAW Hamburg, das Potenzial von Multirotoren-Windanlagen. EEHH: Bitte erläutern Sie uns das technische Konzept bzw. die Funktionsweise von Multirotoren-Windanlagen? Was ist das Besondere bzw. der Unterschied zu den herkömmlichen dreiflügligen Windanlagen? Sven Störtenbecker : “Multirotor-Windenergieanlagen (MR-WEA) bieten die Möglichkeit, den Herausforderungen des stetigen Größenwachstums von Windenergieanlagen (WEA) entgegenzuwirken. Dazu gehören beispielsweise der wachsende Anteil des Eigengewichts bei den Blattlasten sowie die Fertigung und der Transport großer Komponenten. Anstatt eines großen Einzelrotors wird bei einer MR-WEA die gewünschte überstrichene Rotorfläche und damit Leistung durch mehrere, kleinere Rotoren erzielt. Aufgrund des sogenannten Square-Cube-Laws, das den Zusammenhang zwischen Oberfläche und Volumen von Körpern beschreibt und bereits von Galileo Galilei formuliert wurde, ist die Summe der Massen der kleinen Rotoren geringer als die des großen äquivalenten Einzelrotors. Allgemein und vereinfacht formuliert skaliert die Rotorfläche – und dementsprechend die Leistung und der Ertrag eines Rotors – mit dem Quadrat des Rotordurchmessers, während das Volumen – und damit die Masse sowie die Kosten – mit der dritten Potenz skaliert. ...