AIP-Forscherteam unter Leitung von SungWon Kwak simuliert eine Milchsraßen-ähnliche Balkengalaxie; Kernsternhaufen und nukleare Sternscheibe wachsen synchron
Leibniz-Gemeinschaft: Kosmisches Förderband
Eine hochmoderne Simulation zeigt erstmals, dass Sternhaufen und Sternscheiben in Galaxien gemeinsam wachsen. Die Ergebnisse werfen neues Licht auf die Entstehungsgeschichte unserer Milchstraße.
07.08.2026 · News · Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam · Mathematik, Natur- und Ingenieurwissenschaften · Forschungsergebnis
Mithilfe einer hochmodernen Galaxiensimulation gewann ein Team unter der Leitung des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP) neue Einblicke in die Prozesse, die die Zentren von Galaxien im gesamten Universum prägen und die Entstehungsgeschichte der Milchstraße bestimmen. Die Studie zeigt, dass Sternhaufen und Sternscheiben im innersten Zentralbereich von Galaxien keine voneinander unabhängigen Strukturen sind, sondern eng miteinander wachsende verknüpfte Komponenten. Sie werden durch Gas gespeist, das von der stellaren Balkenstruktur der Galaxie nach innen geleitet wird und durch die Akkretion massereicher Sternhaufen weiter geformt. Die Simulation zeigt erstmals direkt den evolutionären Zusammenhang zwischen der Entstehung der zentralen Sternhaufen und nuklearer Sternscheiben.
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