Weidenbach Marktgemeinde und ALE Mittelfranken bauen Kernweg Leidendorf–Nehdorf, Landkreis Ansbach; Entlastung der B13 durch neue Wegkonstruktion
Integrierte Ländliche EntwicklungMehr als nur Asphalt: Neuer Kernweg in Weidenbach verbindet Landwirtschaft und Lebensqualität
Integrierte Ländliche Entwicklung Mehr als nur Asphalt: Neuer Kernweg in Weidenbach verbindet Landwirtschaft und Lebensqualität (29.07.2026) Weidenbach, Landkreis Ansbach – Autofahrer auf der B13 kennen das Geduldsspiel: Wenn zur Erntezeit die schweren Traktoren auf der Bundesstraße unterwegs sind, zieht sich der Verkehr schnell in die Länge. Damit ist bald Schluss. Mit einem symbolischen Spatenstich haben die Marktgemeinde und das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Mittelfranken den Startschuss für ein echtes Entlastungsprojekt gegeben. Zwischen den beiden Ortsteilen Leidendorf und Nehdorf entsteht ein neuer, zwei Kilometer langer Kernweg, der den schweren landwirtschaftlichen Verkehr dauerhaft von der Hauptverkehrsachse wegholt. Bereits Anfang bis Mitte Oktober soll die Strecke fertig sein. Das Projekt sorgt so für spürbar mehr Sicherheit sowie einen besseren Verkehrsfluss auf der B13 und bindet gleichzeitig den Rosenhof optimal an. Weil der Untergrund rund um die nahegelegenen Weiher im Herbst und Winter extrem feucht ist, haben sich die Planer eine clevere Lösung einfallen lassen: Auf den ersten 200 Metern trotzt künftig ein robuster Pflasterspurweg der Nässe. Die restlichen 1.800 Meter bekommen eine klassische Asphaltdecke. „Wir bauen hier nicht einfach nur eine Straße für Traktoren, sondern werten die Flurstücke auf und erneuern alte Durchlässe“, erklärt Christoph Kalender, Vorstandsvorsitzender der Teilnehmergemeinschaft. „Das verbessert die Lebensqualität vor Ort spürbar und funktioniert nur, weil alle an einem Strang ziehen. Zudem ist der Weg eine unverzichtbare Grundlage für den Tourismus und die Naherholung.“ Für die reibungslose Zusammenarbeit dankt Christoph Kalender ganz besonders dem Wasserwirtschaftsamt Ansbach und dem Landratsamt. Finanziell steht das 600.000-Euro-Projekt auf einem soliden Fundament. Das Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken greift der Gemeinde kräftig unter die Arme: Mit einem Fördersatz von 85 Prozent fließen 510.000 Euro an Fördergeldern in die Region. Am Ende haben alle etwas davon: Die neue Strecke ist als multifunktionaler Weg geplant. Ab Herbst teilen sich hier Landwirtschaft, Forst, Radfahrer, Spaziergänger und Reiter eine sichere Route mitten durch die Natur – ganz ohne den Stress der Bundesstraße.