Ministerium für Bildung, Jugend und Sport Hinweise zur Prüfungsvorbereitung Fachschule Sozialwesen Sozialpädagogik Brandenburg; Zwei gleichwertige Aufgabenvorschläge pro Hauptprüfungstermin
Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
Hinweise zur Vorbereitung auf die schriftliche Prüfung in der Fachschule Sozialwesen, Fachrichtung Sozialpädagogik im Schuljahr 2026/2027 Prüfungsschwerpunkte LF 3: Lebenswelten und Diversität wahrnehmen, verstehen und Inklusion fördern
Seite 1 von 2 1. Schwerpunkte Die angegebenen Schwerpunkte basieren auf dem am 1. August 2024 in Kraft getretenen Rahmenlehrplan für die Fachschule Sozialwesen in der Fachrichtung Sozialpädagogik im Land Brandenburg. 1.1 Inhaltliche Schwerpunkte − Sozialisationsbedingungen und -instanzen im gesellschaftlichen Wandel − Diversität von Lebenswelten und Lebenssituationen und ihre Bedeutung für die pädagogische Arbeit − theoretische Modelle zur Erklärung menschlichen Erlebens und Verhaltens wie Verhaltens- und Lerntheorien, tiefenpsychologische Modelle, systemische Ansätze − Resilienzkonzept − inklusive pädagogische Handlungskonzepte in den Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe wie Pädagogik der Vielfalt und vorurteilsbewusste Erziehung − ressourcenorientierte Unterstützung und Begleitung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit besonderem Erziehungs-, Hilfe- und Förderbedarf − Beobachtungs- und Dokumentationsverfahren zur ressourcenorientierten Begleitung, z. B. Entwicklungsberichte − rechtliche Rahmenbedingungen der Inklusion wie UN-Kinderrechtskonvention, Behindertenrechtskonvention, SGB VIII, SGB IX − Hilfeplanung nach § 36 SGB VIII 1.2 Kompetenzorientierte Schwerpunkte Grundsätzlich gelten die im Rahmenlehrplan formulierten Kompetenzen. Für die Bearbeitung der Aufgabe haben die folgenden Kompetenzen besondere Bedeutung. Die Erzieherinnen und Erzieher verfügen über vertieftes fachtheoretisches Wissen − über den Einfluss von sozioökonomischen Bedingungen auf die Lebenswelt von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. − über den Einfluss von kulturell und religiös bedingten, lebensweltlichen, sozialen und institutionellen Normen und Regeln auf Erleben und Verhalten von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. − ein komplexes und kritisches Verständnis von Entwicklungs- und Sozialisationsprozessen. − über entwicklungsbedingtes Verhalten in einer Gruppe sowie über Konzepte einer inklusiven Gruppenpädagogik. − über Bedingungsfaktoren und Gruppenverhalten und -einstellungen aus der Sicht verschiedener Vielfaltaspekte.
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