OPEC+ Verbund erhöht Produktion um 188.000 b/d im September am Persischen Golf; Ölpreise sinken leicht
Sector Research Energy Newsletter August 2026 Analyse Statt fünf Tagen oder Wochen musste die Weltwirtschaft nun schon fünf Monate mit den Auswirkungen des Iran-Krieges zurechtkommen. Ein Ende ist weiterhin nicht in Sicht, Verhandlungen und Attacken setzen sich in Abfolge fort. Die Eröffnung weiterer Fronten im Irak und der Meerenge Bab-el-Mandeb am Roten Meer sorgte für neue Preiskapriolen am Öl- und Gasmarkt. Ähnlich fallen aktuell auch die Ausschläge aus, wenn wieder US-Angriffe kurzfristig abgeblasen oder neue Gespräche avisiert werden. Unabhängig davon bleibt die Passage durch die Straße von Hormus nachhaltig gestört und die Zahl der Tanker, die es in den Zeitfenstern zwischen den Verhandlungen schaffen, hindurchzufahren, überschaubar. Infolge der Ankündigung des OPEC+ -Verbundes, an ihrer Förderstrategie festzuhalten und auch im September die Produktion um 188.000 b/d zu erhöhen, zeigten sich die Ölnotierungen zwar Anfang August wieder etwas leichter, im Marktfokus bleibt die Kriegssituation am Persischen Golf. Stark gesunkene globale Ölreserven, Angriffe der Ukrainer auf russische Ölinfrastruktur und chinesische Exportstrategien sind weitere Faktoren, die zu beachten sind. Insbesondere für den Markt für Ölprodukte zeichnet sich keine Entspannung in Q3 26 ab. Zwar laufen die Raffinerien Europas unter Volllast, der Bedarf an Diesel und Heizöl kann aber nicht gedeckt werden. Produktionsprozesse für einzelne Kraftstoffe lassen sich nur zulasten anderer austauschen. Die aktuellen Hitzewellen und das Niedrigwasser auf wichtigen Wasser- straßen beeinträchtigen die Binnenschifffahrt und stört damit die Transportrouten aus Europas wichtigen Umschlagshäfen für Ölprodukte (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen) zudem. Da in vielen südeuropäischen Ländern auch das Kühlwasser für Kraftwerke fehlt, bleibt Europas Energiemarkt weiter gestresst. EU-weit historisch niedrige Gasspeicherfüllungen und ein trotz Sommer und hoher PV-Erträge steigender Bedarf zur Stromerzeugung spiegeln sich in den Gasnotierungen. Kohle-Nutzung hätte Auswirkungen auf die CO2-Preise. Da es in Deutschland zwar eine strategische Reserve für Öl- und Ölprodukte, nicht aber für Erdgas gibt, wird nun wieder über den Aufbau einer solchen nachgedacht. Rohöl
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