Europäische Wirtschaft wächst 0,4% q/q im Euroraum; EZB-Zinserhöhung im September wahrscheinlich

Europäische Wirtschaft wächst 0,4% q/q im Euroraum; EZB-Zinserhöhung im September wahrscheinlich Microsoft Word - 20260730_NFC_Euroland BIP.docx Macro Research News Flash 30. Juli 2026 BIP Euroland: Konjunktur erstaunlich resilient und kein Hindernis für EZB Veröffentlichung Aktuell Prognose NORD/LB Vorquartal BIP sa Q/Q, vorl. 0,4% 0,3% 0,0% rev. BIP sa Y/Y, vorl. 1,0% 0,8% 0,5% rev. Quelle: Destatis, Bloomberg, NORD/LB Macro Research Einschätzung Die europäische Konjunktur bleibt auch im Frühjahr trotz aller Belastungsfaktoren überraschend resilient. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte gemäß der Schnellschätzung von Eurostat im zweiten Quartal sai- son- und kalenderbereinigt um 0,4% Q/Q zu. Die Jahresrate erhöhte sich entsprechend deutlich auf 1,0% Y/Y. Die heute veröffentlichten Wachstumszahlen liegen damit sogar noch etwas über unserer Prognose, die im Vergleich ohnehin schon am optimistischen Rand lag. Insofern stellen die heutigen BIP-Daten für den Eu- roraum eindeutig eine positive Überraschung dar. Im gemeinsamen Währungsraum zeigt sich weiterhin eine bemerkenswerte Resilienz der konjunkturellen Entwicklung, die sich zunehmend auch in den Wachstumszahlen der wichtigsten Mitgliedsländer abbildet. Erneut erwies sich unter den großen Volkswirtschaften Spanien (+0,7% Q/Q) als Wachstumsmotor. Aber auch in Frankreich, Italien und Deutschland legte die Wirtschaftsleistung mit jeweils +0,2% Q/Q solide zu und übertraf damit die pessimistischeren Erwartungen. Eine hohe Konjunkturdynamik weisen zudem Portu- gal (+0,8% Q/Q) und Finnland (+0,9% Q/Q) aus. Irlands BIP gelang nach den Rückgängen in den beiden Vor- quartalen mit +3,9% Q/Q ein Rückprall, konnte damit jedoch noch nicht einmal die Hälfte des vorangegange- nen Einbruchs kompensieren. Damit besteht weiteres Erholungspotenzial, womit auch die Wachstumsprog- nose für den gesamten Euroraum im Jahr 2026 recht gut nach unten abgesichert sein dürfte. Die deutsche Konjunktur hat sich im Frühjahr ebenfalls überraschend resilient gegenüber den vielfältigen äußeren Belastungsfaktoren gezeigt. Gegenüber dem Vorquartal legte die reale Wirtschaftsleistung um 0,2% zu, wozu vor allem eine positive Entwicklung im Außenhandel beigetragen hat. Zudem wurde das deutsche Wachstum für das erste Quartal aufwärts revidiert. Damit trotzt die deutsche Wirtschaft nicht nur den Fol- gen des Irankriegs, zugleich zeichnen die teils deutlichen Aufwärtsrevisionen ein positiveres Wachstumsbild für die Vorjahre als bislang gedacht. Der Irankrieg mitsamt seinen negativen Auswirkungen auf Energiepreise sowie Liefer- und Wertschöpfungs- ketten bleibt auf kurze Sicht der größte Risikofaktor für die europäische Konjunktur. Zugleich ist beim Blick auf die aggregierten Daten zu konstatieren, dass die geopolitischen Krisen zumindest im ersten Halbjahr fast spurlos an der Konjunktur im Euroraum vorbeigezogen sind. Insofern gehen wir fest davon aus, dass die eu- ropäische wie die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr ein positives Wirtschaftswachstum erzielen werden, wobei die überraschend positiven Zahlen sogar für eine Aufwärtsrevision unserer BIP-Prognose sprechen. Neben den BIP-Daten hatten zuletzt auch diverse Stimmungsindikatoren teils deutliche Verbesserungen ge- zeigt. Für die weitere Geldpolitik der EZB gibt es somit eine klare Botschaft: Von konjunktureller Schwäche infolge des Irankriegs kann bislang kaum eine Rede sein. Damit wird das Argument einer konjunkturell be- dingten Zurückhaltung der EZB deutlich schwächer. Nur eine überraschend schnelle und deutliche Reduk- tion der Inflationsrisiken könnte aus unserer Sicht den EZB-Rat noch von einer weiteren Zinserhöhung im September abbringen. Da sich weiterhin keine Lösung des Konflikts im Nahen Osten abzeichnet, bleiben je- doch die Inflationsrisiken hoch. Durch die jüngste Eskalation im Nahen Osten und den Wegfall einiger preis- dämpfender Maßnahmen dürfte die Inflationsrate bereits im Juli wieder angezogen haben. Fazit Analyst: Christian Lips Chefvolkswirt +49 (0)511 361-2980 +49 (0)172 735 1531 christian.lips@nordlb.de Die europäische Wirtschaft zeigt sich im Frühjahr bemerkenswert resilient. Das reale Bruttoinlandspro- dukt legte um 0,4% gegenüber dem Vorquartal zu und damit stärker als allgemein erwartet worden war. Die konjunkturelle Dynamik verbreitert sich zudem. Die reale Wirtschaftsleistung legte in allen großen Volkswirtschaften zu und übertraf die Erwartungen von Volkswirten. Sicher bleibt der Irankrieg ein Risiko für das zweite Halbjahr, insbesondere bei einer massiven Eskalation. Zugleich ist im ersten Halbjahr von konjunkturellen Bremsspuren im Euroraum kaum etwas zu sehen, weshalb sich die EZB voll auf die Inflati- onsrisiken konzentrieren kann. Da sich kurzfristig eher wieder ein Anziehen der Inflation abzeichnet, spricht viel für eine weitere Zinserhöhung der EZB bereits auf der Septembersitzung. ...

July 30, 2026

Deutsche Wirtschaft wächst 0,2% BIP im Q2 2026 in Wiesbaden; Öffentliche Investitionen stützen Wachstum trotz Iran-Konflikt

Deutsche Wirtschaft wächst 0,2% BIP im Q2 2026 in Wiesbaden; Öffentliche Investitionen stützen Wachstum trotz Iran-Konflikt Deutsche Wirtschaft schafft Mini-Wachstum trotz Iran-Kriegs - RADIO RST Wiesbaden (dpa) - Inmitten aller Krisen zeigt sich die deutsche Wirtschaft mit dem dritten Wachstumsquartal in Folge widerstandsfähig. Trotz der Belastungen durch den Iran-Krieg legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) auch im Frühjahr minimal zu: 0,2 Prozent Plus zum Vorquartal errechnete das Statistische Bundesamt für April bis Juni 2026 anhand vorläufiger Daten. ...

July 30, 2026

Russisches Militär greift Ukraine nachts an; acht Tote, landesweiter Luftalarm, schwere Zerstörung

Russisches Militär greift Ukraine nachts an; acht Tote, landesweiter Luftalarm, schwere Zerstörung Ukraine: Acht Tote bei neuer russischer Angriffswelle - RADIO RST Kiew (dpa) - Die Ukraine ist in der Nacht wieder zur Zielscheibe einer massiven Angriffswelle des russischen Militärs geworden, die selbst Städte im weit von der Grenze entfernten Westen des Landes getroffen hat. Um die Flugabwehr zu überlasten, hätten die Angreifer Dutzende Raketen und Marschflugkörper sowie Hunderte Drohnen eingesetzt, berichteten ukrainische Medien am Morgen. Demnach wurde praktisch im ganzen Land Luftalarm ausgelöst. In ersten Meldungen war die Rede von mindestens 8 Toten und mehr als 30 Verletzten. ...

July 30, 2026

Hessisches Statistisches Landesamt meldet Inflationsrate in Hessen Juli 2026 2,7%; erstmals seit März 2026 wieder angestiegen

Hessisches Statistisches Landesamt meldet Inflationsrate in Hessen Juli 2026 2,7%; erstmals seit März 2026 wieder angestiegen Inflationsrate in Hessen im Juli 2026 bei 2,7 Prozent | Hessen Statistik Inflationsrate in Hessen im Juli 2026 bei 2,7 Prozent Die Verbraucherpreise in Hessen haben sich im Juli 2026 um 2,7 Prozent gegenüber Juli 2025 erhöht. Damit stieg die Inflationsrate erstmals seit März 2026 wieder an. Vor allem Kraftstoffe und Heizöl verteuerten sich infolge des anhaltenden Kriegs im Iran gegenüber Juni 2026 deutlich. ...

July 30, 2026

GRÜNE Kanton Zürich lehnen Neutralitätsinitiative in der Schweiz heute ab; Schweiz wird Umgehungsplatz für Sanktionen gegen Russland

GRÜNE Kanton Zürich lehnen Neutralitätsinitiative in der Schweiz heute ab; Schweiz wird Umgehungsplatz für Sanktionen gegen Russland Nein zur Neutralitätsinitiative - GRÜNE Kanton Zürich Keine blutigen Deals mit Putin und Co. Am 27. September stimmen wir über die putinfreundliche «Neutralitätsinitiative» von SVP und weiteren rechten Organisationen ab. Die Initiative zwingt die Schweiz die Sanktionen gegen Russland aufzuheben. Das russische Regime könnte sich über den Schweizer Handelsplatz die Kasse für seinen brutalen und völkerrechtswidrigen Angriffskrieg füllen. ...

July 30, 2026

US-FED belässt Leitzinsen unverändert in den USA; Nahost-Konflikt hat sich weiter verschärft

US-FED belässt Leitzinsen unverändert in den USA; Nahost-Konflikt hat sich weiter verschärft BEKB Vorlage 1 Börsennews 30.07.2026 Obligationen Täglicher Marktkommentar aus dem BEKB-Handelsraum US-FED belässt Zinsen wie erwartet unver- ändert, Bondmärkte im Vorfeld etwas schwächer, Verschärfung im Nahen Osten, keine Neuemissionen Der Schweizer Anleihenmarkt macht zur Wochen- mitte. Neuerliche Angriffe im Iran sowie der anhal- tende Ausverkauf im Chipsektor sorgte für etwas Turbulenzen an den Kaitalmärkten. Wie erwartet beliess die US-Fed die Leitzinsen un- verändert. Der Entscheid stand im Schatten neuer Angriffe der USA auf den Iran. Ziel waren Einrichtungen der Islamischen Revoluti- onsgarde als Reaktion auf Angriffe auf amerikani- sche Militärstützpunkte im Nahen Osten. Damit hat sich der Konflikt weiter verschärft und auf die Regi- on ausgeweitet. “Wir werden sie sehr hart treffen, weil wir jetzt an der Reihe sind”, sagte US-Präsident Donald ...

July 30, 2026

Axpo und Universität St.Gallen Windmobil Neugasse 9000 St.Gallen; Windenergie greifbar in Klimawoche St.Gallen

Axpo und Universität St.Gallen Windmobil Neugasse 9000 St.Gallen; Windenergie greifbar in Klimawoche St.Gallen Veranstaltungskalender der Universität St.Gallen (HSG) | unisg.ch So 30.08. - Fr 04.09. 2026 Kongresse und Tagungen CEMS Block Seminar Leading the Way: Corporate Sustainability Simulation & Strategies ReferentIn: Ort: Universität St.Gallen east Di 15.09. 16:00 - 18:00 2026 Öffentliche Veranstaltungen Windmobil: Fakten zur Windenergie Mit der mobilen Ausstellung machen Axpo und die Universität St.Gallen Windenergie als Teil der klimafreundlichen Energiezukunft (be)greifbar. Das Windmobil ist im Rahmen der St.Galler Klimawoche in St.Gallen zu Gast. ReferentIn: Ort: Neugasse, neben Vadian-Denkmal Neugasse 9000 St. Gallen east ...

July 30, 2026

US-Senatoren der Republikaner und Demokraten einigen sich auf Gesetz zu Russland-Sanktionen in Washington; Nach Lindsey Graham benannt

US-Senatoren der Republikaner und Demokraten einigen sich auf Gesetz zu Russland-Sanktionen in Washington; Nach Lindsey Graham benannt US-Senatoren einig auf Gesetz zu mehr Russland-Sanktionen - RADIO RST Washington (dpa) - US-Senatoren der Republikaner und Demokraten haben sich auf ein Gesetz geeinigt, dass Russland durch neue Sanktionen stärker unter Druck setzen soll. Das Gesetz soll laut neu veröffentlichten Ergänzungen den Namen des jüngst verstorbenen Senators Lindsey Graham tragen, der es seit Monaten vorangetrieben hatte. Medienberichten zufolge könnte das Gesetz noch diese Woche im Senat verabschiedet werden. Allerdings ist das die zweite Kongresskammer, das Repräsentantenhaus, bereits in den Ferien, so dass es nicht vor September in Kraft treten dürfte. ...

July 29, 2026

EU beschließt 21. Sanktionspaket gegen Russland; mehr als 670 Schiffe betroffen

EU beschließt 21. Sanktionspaket gegen Russland; mehr als 670 Schiffe betroffen EU-Sanktionen – 21. Sanktionspaket gegen Russland beschlossen: GVN e.V. EU-Sanktionen – 21. Sanktionspaket gegen Russland beschlossen Als Reaktion auf den militärischen Angriff Russlands auf die Ukraine hat die EU ein 21. Sanktionspaket beschlossen, das im Amtsblatt der EU L vom 23. Juli 2026 veröffentlicht wurde. Das 21. Sanktionspaket sieht im Wesentlichen Folgendes vor: Weitere Verschärfungen im Energiesektor Die EU erweitert ihre Maßnahmen gegen die russische Energieindustrie. Zusätzliche russische Häfen und Flughäfen werden mit Transaktionsverboten belegt. Darüber hinaus werden weitere Einrichtungen erfasst, die russisches Rohöl verarbeiten oder den Export von Energieträgern unterstützen. Besonderes Augenmerk liegt weiterhin auf der sogenannten „Schattenflotte“, die Russland zur Umgehung von Sanktionen im Ölhandel nutzt. Weitere 41 Schiffe wurden sanktioniert und dürfen künftig weder EU-Häfen anlaufen noch entsprechende Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Insgesamt sind damit bereits mehr als 670 Schiffe betroffen. ...

July 28, 2026

Netanjahu trifft Trump in Washington; Erwartung auf stärkeren Druck gegen Iran

Netanjahu trifft Trump in Washington; Erwartung auf stärkeren Druck gegen Iran Besuch bei «Freund» Trump - was sich Netanjahu erhofft - RADIO RST Tel Aviv (dpa) - Vor dem Treffen mit US-Präsident Donald Trump am Dienstag gibt Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nur vage Hinweise darauf, worüber er mit Israels «Freund» in Washington sprechen will. Es werde vor allem um den Iran gehen, sagte er kurz vor seinem Abflug in die USA. Sein Ziel sei es, Israels Sicherheit zu wahren. Beobachter vermuten aber konkretere Absichten des israelischen Regierungschefs bei seinem achten Treffen mit Trump in dessen zweiter Amtszeit. Das sind die wichtigsten Punkte. ...

July 28, 2026