AquaVentus Förderverein e.V. Stellungnahme zum Flächenentwicklungsplan 2025 des BSH in Berlin; Zusätzliche 250-MW-Plattform für Wind und Wasserstoff.
1 AquaVentus Förderverein e.V. c/o DWV Robert-Koch-Platz 4 10115 Berlin
AquaVentus Förderverein e.V. www.aquaventus.org *** English text below ***
PRESSEMITTEILUNG Flächenentwicklungsplan: Die Nordsee ist nicht nur zur Stromerzeugung da Flächenzuschnitt darf nicht einer kosteneffizienten Energiegewinnung die Grundlage entziehen
Berlin, 2. August 2026. AquaVentus spricht sich in der Stellungnahme zur Konsultation des Flächen- entwicklungsplans (FEP) 2025 des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) für den Erhalt der SEN-1-Fläche aus. Der Branchenverein besteht auf der räumlichen Grundlage von SEN-1, da sonst der Hochlauf einer strategisch zentralen Technologie dort verhindert würde. „AquaVentus setzt sich für eine sektorengekoppelte Nutzung der Offshore-Flächen ein. Damit sparen wir bares Geld für die Energiewende und alle Verbraucher in Deutschland. Deswegen sagen wir deutlich: Die Nordsee ist nicht nur zur Stromerzeugung da. Wenn wir unabhängig werden wollen von Energieim- porten aus dem Ausland, gleichzeitig dem Netzausbau helfen und die Energiewende effizient gestalten wollen, müssen wir aus altem Denken raus“, beurteilt Robert Seehawer, Geschäftsführer von AquaVen- tus, die vorgelegten Entwürfe des BSH. Nach Meinung von AquaVentus lassen sich die Ziele der Steigerung der Wirtschaftlichkeit der Offshore- Windkraft und des effizienten Netzausbaus durch eine intelligente Sektorenkopplung erreichen. Neben kurzfristigen CfDs braucht es langfristig jedoch zusätzliche Einnahmequellen für Offshore-Wind-Entwick- ler, um die Wirtschaftlichkeit auch über den reinen Stromverkauf hinaus zu sichern. Hierbei verweist AquaVentus auf die Möglichkeit, Windenergie in ertragsstarken, preisschwachen Stunden nicht abzure- geln, sondern in Wasserstoff zu speichern. Dafür müssen die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaf- fen werden. Neuer Vorschlag zur wirtschaftlichen Verbindung von Windstrom und Wasserstoff Das BSH stellt für den künftigen Zuschnitt der Flächen mehrere Varianten zur Wahl (Details in der unten verlinkten Stellungnahme). Die zur Konsultation vorgelegten Varianten sind nach Meinung von Aqua- Ventus nur mit weiteren Anpassungen dazu geeignet, die nötigen neuen Geschäftsmodelle für Windan- lagenbetreiber offshore sicherzustellen, weil sie die Offshore-Elektrolyse in den ausgewiesenen Zonen erschweren und nicht kosteneffizient ermöglichen. „Es ist möglich, gleichermaßen die Rahmenbedin- gungen für Offshore-Wind und Offshore-Elektrolyse zu verbessern. Beide Märkte bedingen einander und ergänzen sich vorteilhaft", erklärt Seehawer. Statt einer Entweder-oder-Entscheidung zwischen Wind und Wasserstoff legt AquaVentus einen eigenen Vorschlag vor: Zusätzlich zu der auf SEN-1 vorge- sehenen Elektrolyse sollte eine zweite 250-MW-Plattform ermöglicht werden, gespeist auch mit Wind- strom aus der Fläche N-10.1. Diese Konfiguration verbessert die Wirtschaftlichkeit der Windflächen und erhält zugleich die Perspektive für den Offshore-Wasserstoff-Hochlauf. Der Entwurf zeigt laut den Mitgliedern von AquaVentus eine klare Schlagseite zugunsten reiner Strom- transportlösungen und trägt darin die Handschrift der Übertragungsnetzbetreiber. Jede Windleistung, die ausschließlich als Strom an Land geführt wird, erfordert den Bau zusätzlicher Offshore-Netzanbin-
...